Ein Abenteuer in Nordnorwegens östlicher Finnmark
Roman aus dem Norwegischen. Originaltitel: Sameland. Übersetzer: Frank Zuber
Von
Magne Hovden 224 Seiten. Gebunden. 13 x 21 cm. (2011)
"Samenland", eine Art Disneyland auf Norwegisch, wo Touristen das ursprüngliche Leben der Samen kennenlernen können.
In seiner frechen Satire nimmt Magne Hovden unsere Macken als Touristen und unsere Schwäche für ethnische Minderheiten aufs Korn.
Leif und Roy, zwei Postler aus Kirkenes, träumen davon, das schnelle Geld zu machen. Da hat Leif eine geniale Idee: ein Erlebniscamp, in dem gestresste Urlauber wie Samen leben und im Kontakt mit der Natur wieder zu sich finden können. Mit inbegriffen: das 'Joiken' typischer Samengesänge, Rentierjagd mit dem Lasso und der Genuss von 'Geisterbräu', Wodka mit Wacholderbeeren. Braucht ja niemand zu merken, dass Leif und Roy in Wirklichkeit wenig Ahnung von den Traditionen der Samen haben.
Anfangs scheint in Samenland alles gutzugehen; die Leihzelte stehen, die ersten japanischen Touristen sind begeistert, samische Fellmützen finden reißenden Absatz. Doch dann fängt ein politisch korrektes Paar aus Frankreich an, lästige Fragen zu stellen.
Magne Hovden, 1974 in Ålesund geboren, arbeitet als Schriftsteller, Cartoonist, Übersetzer, Literaturagent, Transportunternehmer und Goldgräber. Wie seine beiden Romanhelden lebt der Autor in Kirkenes, früher der letzte Außenposten der westlichen Welt nördlich des Polarkreises.
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